fürstlich. modern. Bückeburg.

Stadtsanierung

Die Stadtsanierung dient der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in einem Quartier mit städtebaulichen Missständen. In ausgewiesenen Stadtsanierungsgebieten können Eigentümer: Innen mit finanzieller Unterstützung durch Bund, Länder und Gemeinden ihre Gebäude sanieren und Kommunen ihre Frei- und Verkehrsräume neu gestalten.

Erstmals in ein Stadtsanierungsprogramm aufgenommen worden ist die Stadt Bückeburg im Jahr 1985 mit dem Sanierungsgebiet „Innenstadt“. Hier lag der Fokus auf der vom Fahrzeugverkehr sehr stark beeinträchtigten Innenstadt, mit  zwei Bundesstraßen, die durch die Innenstadt führten. Ausgehend von der Planung zum Bau der beiden Umgehungsstraßen (B65 und B83) im Jahr 1982 und der damit einhergehenden Verlagerung insbesondere des Durchgangsverkehrs hatte die Innenstadtsanierung zum Ziel, den Umbau der Innenstadt voranzubringen. Das Stadtsanierungsverfahren der Innenstadt endete 2006.

Die „Abschlussdokumentation Innenstadt“ gibt Aufschluss über die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt.

Abschlussdokumentation Innenstadt (pdf)

Ab 2002 gelang es der Stadt in ein zusätzliches Städtebauförderungsprogramm aufgenommen zu werden. Dieses Mal ging es um die Behebung städtebaulicher Missstände beiderseits der Hannoverschen Straße. Schwerpunkt dieses Sanierungsgebietes „Hannoversche Straße“ lag auf der Nachnutzung der Industriebrache (ehem. Kögel) zu einem modernen innenstadtnahen Wohnquartier („Falkingsviertel“). Darüber hinaus galt es aufgegebene Gewerbestandorte an der Hannoverschen Straße umzugestalten und auch den Straßenraum den neuen Bedürfnissen durch Rückbau und Begrünung anzupassen. Das Sanierungsverfahren endet Ende 2017. Die Abschlussdokumentation geht auf die wesentlichen Projekte der Sanierung ein.

Abschlussdokumentation Sanierungsgebiet II

Sanierungsbroschüre Innenstadtsanierung 1985-2006

Im Jahr 2013 erfolgte für die Stadt Bückeburg die Aufnahme des Sanierungsgebiet „Windmühlenstraße“ in das Städtebauförderungsprogramm des Bundes und der Länder.

Am 11.09.2017 fasste der Stadtrat den Satzungsbeschluss zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes „Windmühlenstraße“ (s. Satzung)  Nach dem 1. Sanierungsgebiet „Innenstadt“ und dem 2. Sanierungsgebiet “Hannoversche Straße“ ist die Stadt Bückeburg erneut in ein Städtebauförderungsprogramm des Landes aufgenommen worden.

Das Sanierungsgebiet „Windmühlenstraße“ liegt westlich der Altstadt in der Kernstadt Bückeburg. Das Gebiet umfasst die Windmühlenstraße mit den angrenzenden Grundstücken in der jeweiligen Grundstückstiefe und die Kreuzungspunkte der Wilhelm-Raabe-Straße und der Petzer Straße (s. Satzung).

Das Gebiet umfasst eine Fläche von ca. 7,3 ha.
Vor Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes war eine ausführliche Bestandsanalyse in Form eines Berichts „Vorbereitende Untersuchungen“ erforderlich.

Mit der o.g. förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes „Windmühlenstraße“ wurden die Voraussetzungen für die Sanierungsplanung geschaffen Hierauf und auf den Aussagen der Vorbereitenden Untersuchungen aufbauend, wird die Aufstellung eines Städtebaulichen Rahmenplans erforderlich. Mit dem Rahmenplan sollen die Sanierungsziele konkret und im Zusammenhang beschrieben werden, um ein städtebauliches Leitbild und einen Handlungsrahmen für die Durchführung der Sanierung zu erhalten und geplante Einzelmaßnahmen in einen Kontext einbinden zu können. Der Rat der Stadt Bückeburg hat den Städtebaulichen Rahmenplan am 24.06.2021 beschlossen.

Der städtebauliche Rahmenplan ist unter anderem Grundlage für:

·         die weitere Vorbereitung und Durchführung der Sanierung,

·         die Initiierung und Koordinierung anderer Fachplanungen (Verkehr, Grünordnung, usw.),

·         die Beteiligung der Betroffenen und Erörterung der Sanierung,

·         die Aufstellung und Fortschreibung der Kosten- und Finanzierungsübersicht,

·         Entscheidungen nach § 144 und 145 BauGB (genehmigungspflichtige Vorhaben, Teilungen und Rechtsvorgänge),

·         die Vorbereitung und Aufstellung von Bauleitplänen, die Zulassung von Vorhaben während der Planaufstellung nach § 33 BauGB,

·         die Zulassung von Vorhaben nach § 31 (2) BauGB.

Auf dieser Planungsebene werden lediglich die Grundzüge der städtebaulichen Neuordnung aufgezeigt. Weitere Details sind der nachfolgenden Bauleitplanung sowie der Entwurfs- und Ausführungsplanung für die Umgestaltung der Windmühlenstraße – unter Beteiligung der Anlieger – zu erörtern. Der städtebauliche Rahmenplan ist hinreichend flexibel, um auf aktuelle Entwicklungen und Veränderungen von Planungsgrundlagen durch Fortschreibung reagieren zu können, er ist der Leitfaden für die zukünftigen Planungen und die einzelnen Maßnahmen im Sanierungsgebiet „Windmühlenstraße“.

Ziel des Sanierungsverfahrens – und hierauf stellt auch der Städtebauliche Rahmenplan ab – ist das von Funktions- und Substanzmängeln geprägte Gebiet aufzuwerten und in einen zukunftsweisenden Wohn- und Arbeitsstandort umzuwandeln.

Im Mai 2019 wurden die Anwohner im Sanierungsgebiet über die grundlegenden Planungen im Sanierungsgebiet „Windmühlenstraße“ informiert. Seitdem wurden zahlreiche Anliegergespräche geführt. Der städtebauliche Rahmenplan wurde dabei regelmäßig in den politischen Gremien diskutiert und konkretisiert. Um die Bürger in den Planungsprozess einzubinden und über den aktuellen Planungsstand zu informieren wurde der städtebauliche Rahmenplan im Dezember 2020/Januar 2021 öffentlich ausgelegt. Die eingegangenen Stellungnahmen werden geprüft und behandelt, die Umsetzung erfolgt in der nachfolgenden Bauleitplanung sowie der Entwurfs- und Ausführungsplanung für die Umgestaltung der Windmühlenstraße.

Die Stadt Bückeburg steht Ihnen jederzeit für Rückfragen und Informationsgespräche über die weitere Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung der räumlichen Entwicklung zur Verfügung.

Städtebaulicher Rahmenplan

Nutzungskonzept

Erläuterungsbericht

Straßenquerschnitt Windmühlenstraße

Sanierungsgebiet II "Hannoversche Straße"

Sanierungsgebiet III "Windmühlenstraße"