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Sanierungsgebiet III"Windmühlenstraße"

Am 11.09.2017 fasste der Stadtrat den Satzungsbeschluss zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes „Windmühlenstraße“ (s. Satzung)  Nach dem 1. Sanierungsgebiet „Innenstadt“ und dem 2. Sanierungsgebiet “Hannoversche Straße“ ist die Stadt Bückeburg erneut in ein Städtebauförderungsprogramm des Landes aufgenommen worden.

Das Sanierungsgebiet „Windmühlenstraße“ liegt westlich der Altstadt in der Kernstadt Bückeburg. Das Gebiet umfasst die Windmühlenstraße mit den angrenzenden Grundstücken in der jeweiligen Grundstückstiefe und die Kreuzungspunkte der Wilhelm-Raabe-Straße und der Petzer Straße (s. Satzung).

Das Gebiet umfasst eine Fläche von ca. 7,3 ha.
Vor Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes war eine ausführliche Bestandsanalyse in Form eines Berichts „Vorbereitende Untersuchungen“ erforderlich. Folgende städtebauliche Missstände wurden im Zuge der Vorbereitenden Untersuchungen „Windmühlenstraße“ herausgestellt:

Substanzmängel
  • Das Untersuchungsgebiet weist hinsichtlich des Zustands der Bausubstanz erhebliche Mängel auf. Durch Bedeutungsverluste der gewerblichen Nutzungen, durch Betriebsaufgaben mit nachrückenden Restnutzungen sowie durch Verlagerungsüberlegungen sind Investitionen in die Gebäudemodernisierung in den letzten Jahren i. d. R unterblieben oder im Einzelnen auf das minimal notwendige Maß beschränkt worden.
  • Da diese ältere Bausubstanz den zeitgemäßen Anforderungen an Produktions- und Verarbeitungsabläufe teilweise nicht mehr entspricht, muss davon ausgegangen werden, dass unter Marktbedingungen umfassende Investitionen auch in Zukunft nicht in einem ausreichenden Maße erfolgen werden. Die Folge wird eine Zunahme der Leerstände und Restnutzungen sein.
  • Die modernisierungsbedürftige Bausubstanz stellt eine erhebliche Beeinträchtigung des Stadtbilds dar.
 
Funktionsmängel
  • Die Nutzungsanforderungen an ein Gewerbegebiet haben sich deutlich verändert und werden räumlich und nutzungstechnisch durch die umgebende Wohnnutzung stark eingeschränkt.
  • Die gewerbliche Nutzung ist durch deutliche Segregationserscheinungen wie Restnutzungen und Leerstände gekennzeichnet. Zukunftsfähige Betriebe leiden unter Standortnachteilen wie die schlechte Erreichbarkeit für Kunden, die fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten und die Einschränkungen durch die Nähe der Wohnbebauung.
  • Im Untersuchungsgebiet bestehen großflächige unzureichend genutzte Freiflächen, deren gewerbliche Entwicklung wegen heutiger Standortnachteile städtebaulich nicht mehr sinnvoll sind oder die wegen des Bedeutungsrückgangs gewerblicher Nutzungen in diesem Umfang nicht mehr benötigt werden.
  • Der Erschließungsverkehr des Gewerbegebietes im Untersuchungsbereich führt zu Störungen der unmittelbar angrenzenden Wohnnutzungen durch Lärm und Erschütterungen.
  • Das bestehende Erschließungssystem ist den Belastungen insbesondere des Schwerlastverkehrs sowohl hinsichtlich der Dimensionierung wie auch des technischen Ausbaus zwar gewachsen, der Aufbau und die Trägerschicht bedürfen jedoch Sanierungsmaßnahmen. Aufwertungspotenziale bieten zudem die Straßennebenräume, deren Umgestaltung anvisiert werden sollte.
 
Die Sanierung soll dazu beitragen, den Bereich als zeitgemäßen Wohn- und Arbeitsstandort zu gestalten und funktionsgerecht in die Stadtstruktur einzufügen.
 
Teilziel - Steigerung der Bedeutung des Bereiches als Wohn- und Arbeitsstandort
  • Entwicklung eines gemischt genutzten Bereiches an der Wilhelm-Raabe-Straße anstelle eines Gewerbegebietes.
  • Der Erhalt der Nahversorgungsfunktion ist sicherzustellen.
  • Sicherung zukunftsträchtiger und standortgerechter bzw. standortgebundener Betriebe.
  • Verlagerung zukunftsträchtiger, aber nicht standortgerechter Betriebe.
  • Verbesserung der inneren Erschließung des Gebietes durch zusätzliche Erschließungsanlagen.
  • Nutzung von Brachen und unzureichend genutzten Flächen für eine zentrumsnahe attraktive Wohnbebauung.
  • Abriss leerstehender, nicht zeitgemäßer Gewerbebauten.
 
Nachdem bereits vor einigen Jahren mit allen Grundstückseigentümern Informationsgespräche

Teilziel - Funktionsgerechte Einbindung des Bereiches in die Weststadt
  • Verbesserung der Erschließung der Versorgungsbereiche an der Wilhelm-Raabe-Straße durch die Nutzung brachliegender Flächen und Neustrukturierung.
  • Schaffung einer verkehrlichen Trennung zwischen Wohnerschließung und Gewerbezufahrten.
  • Verbesserung der Wohnverhältnisse in den unmittelbar angrenzenden Wohngebieten durch eine Minderung des Störpotenzials, durch eine Senkung betrieblicher Immissionen ausgelöst durch die Gewerbebetriebe.
  • Erweiterung des Angebots an innerstädtischen Bauflächen in Zentrumsnähe zur Stärkung des Stadtkerns.
 
Nachdem bereits vor einigen Jahren ein erstes Informationsgespräch mit allen Grundstückseigentümern geführt wurde, ist vorgesehen, nach dem nunmehr erfolgten Satzungsbeschluss durch den Rat der Stadt Bückeburg, in den kommenden Monaten erneut zu einem Gespräch ins Rathaus einzuladen.

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