Luftaufnahme von Bückeburg

Ortsbürgermeister Friedrich Meyer

Hauptstraße 38
31675 Bückeburg
Stadtteil: Scheie
0 57 22 / 2 28 41
Friedrich Meyer

Weitere Informationen:

Scheie

Der Ortsteil Scheie liegt, sich unmittelbar an die Bückeburger Kernstadt anschließend, jenseits der Bahnlinie und umfasst große Teile des Naturschutzgebietes Bückeburger Niederung. Es liegt inmitten der fruchtbaren Schaumburger Ebene, die schon früh besiedelt war und einen dichten Kranz wohlhabender Bauerndörfer trägt. Das Land zwischen Weserbergkette und Schaumburger Wald, in das sich der Bückeberg mit dem Harrl weit hineinschiebt, wurde im frühgeschichtlicher Zeit mit "Buckigau" bezeichnet. Im Jahr 2005 konnte der Ort auf eine 950-jährige Geschichte zurückblicken. 

Zur Historie:

Ein Dokument aus dem Jahre 1055 belegt die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes, das einen Vertrag zwischen Bischof Egilbert von Minden und Herzog Bernhard II von Sachsen beinhaltet. Danach überließ der Bischof dem Herzog aus seinem Kirchgut elf sogenannte Kirchwerke und zwei Dorfzehnte. Dafür sollte der Billunger dem Bischof und der ihm anvertrauten Hochkirche Beistand und Rechtswahrer sein.

Die Grafenrechte übten zunächst die Sachsenherzöge billungischen Stammes aus. Sie ließen ihre Rechte von einem Edelherrengeschlecht wahrnehmen, das auf der Bückeburg saß, die nach ihrem Aussterben verfiel. Nun setzten sich die Grafen von Schaumburg im Buckigau fest. Sie zogen die Hoheitsrechte an sich, stiegen zu Landesherren auf und errichteten um 1300 mitten im alten Gaugebiet die neue Bückeburg. Damit schufen sie einen festen Platz und der Umgebung einen örtlichen Amts- und Verwaltungsmittelpunkt. So wurden auch die Scheier Bauern schaumburgische Untertanen.

Der Ort fällt durch seinen Namen auf, der zuerst 1055 als Scoythe, später meist als Schoyde und um 1600 als Scheide überliefert wird, in der Neuzeit schließlich zu Scheie gewandelt.

Auch zur Ausstattung des Klosters Obernkirchen rechneten während des ganzen Mittelalters Ländereien in Scheie. In dessen Archiv ruhen die meisten Pergamente, die vom mittelalterlichen Scheie berichten. Der ländliche Grundbesitz spielte vor allem im Leih- und Pfandgeschäft eine wichtige Rolle. Die wenigen überlieferten Nachrichten über Scheie sind ausschließlich Grundbesitzangelegenheiten. Außer dem Rethof und der "Helleste" in der Lehmkuhle werden noch der Mittelhof und der Nordhof in den Dokumenten erwähnt.

Scheie zählte schon in älterer Zeit zu den ansehnlicheren Schaumburger Dörfern und war 1599, gegen Ende des Reformationsjahrhunderts, mit 40 Hausstellen das weitaus größte Dorf des Amtes Bückeburg.

Scheie heute:

Heute ist der Ortsteil überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die schönen Hofstellen wurden zum Teil aufwändig saniert und modernsten Wohnbedürfnissen angepasst. In den letzten Jahren wurden die Straßen Im Rumor und Jagdweg ausgebaut. Scheie verfügt über ein Dorfgemeinschaftshaus und ein Feuerwehrhaus, das 2005 umgebaut wurde. Das Dorf hat aktuell 536 Einwohnerinnen und Einwohner.

"Schaumburger Mützen" in Scheie

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Stadt Bückeburg

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