Luftaufnahme von Bückeburg

Ortsvorsteher Gerhard Schöttelndreier

Unterm Bogen 4
31675 Bückeburg
Stadtteil: Achum
0 57 22 / 51 54
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Ortsvorsteher Gerhard Schöttelndreier

Achum

Achum ist der kleinste der Bückeburger Ortsteile, gleichzeitig aber Standort des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums. Aktuell gibt es 177 Einwohnerinnen und Einwohner.

Historie:

Die 1974 in die Stadt Bückeburg eingegliederte Ortschaft Achum ist wesentlich älter als die Kernstadt. Schon 1986 feierte Achum den 800. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung. Bereits seit dem 18. Jahrhundert war Achum Schulort auch für einige Nachbargemeinden und mit acht Bauernhöfen, einer Mühle und dem „Krug“ war Achum ein typisches Dorf in Schaumburg-Lippe.

Durch den Eisenbahnbau Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Achum besonders betroffen, führte doch die Linie mitten durch die Ortschaft. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs ging es in Achum um die schiere Existenz. Die britische Luftwaffe (R.A.F) besetzte Achum. Am 12. Mai 1945 mussten die Einwohner das Dorf in kürzester Frist komplett räumen und sich selbst in den bereits durch Flüchtlinge überfüllten Nachbardörfern eine Bleibe suchen. Drei Viertel der  landwirtschaftlichen Nutzfläche gingen verloren. Ca. 40 der 50 Häuser wurden beschlagnahmt. Vier Bauernstellen mussten komplett umgesiedelt werden. Andere waren mit den verbleibenden geringen Flächen nicht mehr existenzfähig.

Die R.A.F. baute in Achum einen provisorischen Feldflughafen für ihr in Bad Eilsen angesiedeltes Hauptquartier. Nachdem  einige Häuser schon wieder freigegeben waren, folgte während der Berlin-Blockade der nächste Schock. Die Engländer bauten den Flugplatz weiter aus und machten aus dem Provisorium in kürzester Zeit einen voll ausgebauten Militärflughafen mit Betonpisten. Schwere Transportflugzeuge nahmen von Achum aus an der „Berliner Luftbrücke“ teil. Manche Achumer mussten ihre Häuser zum zweiten Mal verlassen. Ein Teil der Häuser wurde abgerissen. Ein anderer Teil wurde militärischen Zwecken zugeführt. Durch einen mehrere Meter hohen Drahtzaun wurde das Dorf in zwei Hälften geteilt. Die Verbindungswege zu Bückeburg und den Nachbargemeinden wurden abgeschnitten. 1958/59 verließen die Engländer das Dorf und die Bundeswehr übernahm den Flugplatz. Erst 1975 wurde mit dem Neubau der „Achumer Straße“ wieder ein direkter Zuweg nach Bückeburg geschaffen.

Achum heute:

Fußballfans, Tennis- und Boulespielern ist die Sportanlage des FC Hevesen in Achum an der „Achumer Wiese“ ein Begriff. Das Mehrzweckhaus steht für Veranstaltungen und Feiern allen Bürgern zur Verfügung. Der „Achumer Meierhof“, eines der ältesten und größten Fachwerkhäuser der Region, wurde mit großem Aufwand restauriert und bietet seinen Gästen im Dielencafé selbstgebackene Torten in besonderer Atmosphäre.

Heute ist mit dem Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum und dem Dienstsitz des Generals der Heeresflieger auch einer der größten Arbeitgeber der Umgebung in Achum angesiedelt.

Die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten der Ortschaft Achum sind durch das große Militärgelände sehr eingeschränkt. Da durch den Flugplatz kaum Baugebiete ausgewiesen werden können und die Soldaten sich nur noch in geringer Anzahl als Einwohner anmelden, sank die offizielle Einwohnerzahl bereits 1991 unter die Zahl 400. Damit konnte der bis dahin bestehende Ortsrat nicht mehr gewählt werden.

Seit 1991 vertritt Gerhard Schöttelndreier als Ortsvorsteher die Interessen der Ortschaft Achum.

Stadt Bückeburg

  • Marktplatz 2 - 4
  • 31675 Bückeburg
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