Dienstleistung

Hilfe zur Pflege / Altenhilfe

Der Landkreis Schaumburg hat eine zentrale und neutrale Beratungsstelle für alle Fragen rund um die Pflege, Betreuung und Unterstützung älterer und pflegebedürftiger Menschen eingerichtet.

Der Fachdienst Altenhilfe berät Betroffene und deren Angehörige kostenlos und vertraulich über ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote sowie in Kostenfragen und steht somit für alle Fragen, die den Bereich Altenhilfe und Hilfe zur Pflege betreffen zur Verfügung.

Die Beratungen können von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 -12.00 Uhr sowie dienstags von 15.00 -17.00 Uhr in Anspruch genommen werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuelle Termine zu vereinbaren.

Der Fachdienst ist wie folgt zu erreichen:

Fachdienst Altenhilfe
Breslauer Straße 2-4
31655 Stadthagen

Ansprechpartnerinnen:

Claudia Kuhlmann                 05721 / 703 713
Silke Priebe                        05721 / 703 714
Telefax:                             05721 / 703-798
E-Mail:fachdienst-altenhilfe.50@landkreis-schaumburg.de

Für Personen, die nicht in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert sind, kann der gesamte Pflegebedarf durch Leistungen der Hilfe zur Pflege übernommen werden.

Hilfe zur Pflege kann gewährt werden für:

  • häusliche Pflege
  • Hilfsmittel
  • teilstationäre Pflege
  • Kurzzeitpflege
  • stationäre Pflege (z.B. in Pflegeheimen)

 

Leistungsberechtigte

Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung Hilfe bei den Verrichtungen des täglichen Lebens (z.B. Körperpflege, Ernährung, Ankleiden, Haushaltsführung) in erheblichem oder höherem Ausmaß auf Dauer (für mindestens sechs Monate) benötigen, haben unter Umständen Anspruch auf Hilfe zur Pflege.

Die Hilfe zur Pflege ist eine Ergänzung zur gesetzlichen Pflegeversicherung (nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch SGB XI), das heißt es können nur Kosten übernommen werden, die durch die gesetzliche Pflegeversicherung nicht gedeckt sind.

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Voraussetzungen

Leistungsvoraussetzungen

Unter folgenden Voraussetzungen kann Hilfe zur Pflege gewährt werden:

1. Der Antragsteller muss Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens auf Dauer, mindestens jedoch für 6 Monate, benötigen und die Leistungen der Pflegekasse sind nicht ausreichend
oder 

2. der Antragssteller ist nicht pflegeversichert und hat Hilfebedarf
oder

3. der Hilfebedarf ist geringer als unter 1. und die Pflegekasse gewährt daher noch keine Leistungen (zuerst ist ein Antrag bei der Pflegekasse zu stellen).

Wenn der entsprechende Hilfebedarf vorliegt, wird Hilfe zur Pflege gewährt, wenn dem Hilfesuchenden, seinem nicht getrennt lebenden Ehegatten und, wenn er minderjährig und unverheiratet ist, auch seinen Eltern die Aufbringung der Mittel aus dem Einkommen und Vermögen nicht zuzumuten ist.

Das Sozialgesetzbuch XII sieht hier Einkommensgrenzen und Vermögensfreibeträge vor.

Personen, die in eheähnlicher Gemeinschaft leben, werden hinsichtlich des Einsatzes von Einkommen und Vermögen nicht getrennt lebenden Ehegatten gleichgestellt.

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Verfahrensablauf

Bevor ein Antrag auf Hilfe zur Pflege gestellt werden kann, muss der Grad der Pflegebedürftigkeit bestimmt werden.

Hinweis: Wenn Sie in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert sind, wenden Sie sich bitte zunächst an diese, um zu klären, welche Leistungen in welcher Höhe Ihnen zustehen. Nur wenn diese Leistungen nicht ausreichen oder Ihnen gar keine Leistungen zustehen, können Sie Hilfe zur Pflege beantragen.

Der Antrag auf Hilfe zur Pflege ist beim Sozialamt des Landkreises Schaumburg einzubringen. Vereinbaren Sie für die Antragstellung einen Termin für ein persönliches Gespräch mit dem Fachdienst Altenhilfe. Dort können Sie kostenlos die Beratung zu ambulanten, teilstationären und stationären Maßnahmen in Anspruch nehmen. Darüber hinaus kann dort in Zusammenarbeit mit den Sachbearbeiter/Innen des Sozialamtes geklärt werden, welche Unterlagen und welche Nachweise Sie in Ihrem speziellen Fall vorlegen müssen. Die zuständige Stelle prüft dann anhand Ihrer Angaben und Unterlagen Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse und die von eventuell unterhaltspflichtigen Angehörigen.

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Erforderliche Unterlagen

Erforderliche Unterlagen

Je nach Einzelfall sind unterschiedliche Nachweise und Dokumente erforderlich, beispielsweise:

·   Personalausweis oder Reisepass des Antragstellers

·   Nachweise über das Einkommen zum Zeitpunkt der Antragstellung

·   Nachweise über vorhandenes Vermögen (z.B. Sparbücher)

·   Nachweise über Ausgaben (z.B. Mietkosten)

·   Bescheid der Pflegekasse

Hinweis: Vor der Antragstellung sollte ein persönlicher Termin mit dem Fachdienst Altenhilfe vereinbart werden, damit Sie klären können, welche anderen Nachweise und Unterlagen Sie in Ihrem speziellen Fall noch vorlegen müssen.

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Frist/Dauer

Es gibt keine Fristen. Beachten Sie jedoch, dass Sozialhilfeleistungen nicht für die Vergangenheit geleistet werden können, sondern immer erst ab dem Tag der Antragstellung. Sie sollten Ihren Antrag daher so früh wie möglich stellen.

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Kosten/Leistung

Die Höhe der Hilfe zur Pflege richtet sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit. Für nicht in der gesetzlichen Pflegeversicherung versicherte Personen gelten dieselben Beträge: für

·   erheblich Pflegebedürftige: 215 Euro pro Monat (entspricht Pflegestufe I in der gesetzlichen Pflegeversicherung)

·   Schwerpflegebedürftige: 420 Euro pro Monat (entspricht Pflegestufe II in der gesetzlichen Pflegeversicherung)

·   Schwerstpflegebedürftige: 675 Euro pro Monat (entspricht Pflegestufe III in der gesetzlichen Pflegeversicherung)

Wenn Sie einen Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung haben, richtet sich die Höhe der Hilfe zur Pflege danach, wie viel von Ihren Pflegekosten von der Pflegekasse übernommen wird und danach, ob Ihr eigenes Einkommen und Vermögen oder das Ihrer unterhaltspflichtigen Verwandten zur Deckung der Kosten herangezogen werden kann.

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Sonstiges

Auskünfte und nähere Informationen erhalten Sie beim Landkreis Schaumburg.

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