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Gedenkfeier für Kurt Freiherr von Plettenberg


Zum Gedenken an die Frauen und Männer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus wird am Montag, den 20. Juli 2009
um 17.00 Uhr an der Freiherr von Plettenberg-Gedenktafel (Gebäude Hofapotheke, Marktplatz 5 in Bückeburg) ein Kranz im Rahmen einer kleinen Gedenkfeier niedergelegt. Hierzu lädt die Stadt Bückeburg herzlich ein.

Kurt Freiherr von Plettenberg
(31.01.1891 – 10.03.1945)

1891 in Bückeburg geboren, studiert Kurt Freiherr von Plettenberg, unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg, Jura und Forstwissenschaft. 1937 scheidet er auf eigenen Wunsch als Oberlandforstmeister aus dem Reichsforstamt aus, weil die politischen Vorgaben des NS-Regimes seinen Anschauungen widersprechen. Kurt von Plettenberg ist verheiratet mit Arianne Freiin von Maltzahn, mit der er zwei Töchter und einen Sohn hat. Er übernimmt als Hofkammerpräsident die Vermögensverwaltung des ehemaligen Fürstlichen Hauses Schaumburg-Lippe. 1939 eingezogen, zeichnet er sich als Bataillonsführer und Kommandeur eines Tochterregimes des Infanterieregiments 9 aus. Ende 1941 wird Plettenberg Generalbevollmächtigter des vormaligen Preußischen Königshauses. Kurt von Plettenberg ist an den Vorbereitungen für den Staatsstreich am 20. Juli 1944 beteiligt und gehört zum engeren Freundeskreis von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Johannes Popitz, Ludwig Beck, Ulrich von Hassell, Carl-Hans Graf von Hardenberg und Fabian von Schlabrendorff. Anfang März 1945 wird Kurt von Plettenberg verhaftet. Im Hausgefängnis der Gestapo in der Berliner Prinz-Albrecht-Allee 8 stürzt er sich aus einem Fenster des dritten Stockwerks, um nicht durch Folter zum
Verrat an seinen Freunden gebracht zu werden. Kurt Freiherr von Plettenberg wohnte während seiner Zeit in Bückeburg im Obergeschoss der Hofapotheke am Marktplatz.

Stadt Bückeburg

  • Marktplatz 2 - 4
  • 31675 Bückeburg