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Stadtplanung

Was ist Stadtplanung?

Die Stadtplanung prägt das „bauliche Gesicht“ der Stadt und nimmt Einfluss auf ihre Lebens- und Wohnqualität. Sie befasst sich mit den Bedürfnissen der Menschen, die in der Stadt leben, arbeiten oder sie besuchen. Stadtplanung versteht sich als interdisziplinäre Aufgabe, als Bindeglied einer Vielzahl von Akteuren (Bürgern, Architekten Investoren, öffentlichen Stellen usw.). Stadtplaner analysieren die zum Teil konkurrierenden fachlichen und individuellen Interessenlagen am öffentlichen und privaten Raum aus Wohnen und Arbeiten, Kultur und Freizeit, Verkehr, Ver- und Entsorgung, bewerten sie vor dem Hintergrund der städtischen Ziel- und Handlungskonzepte und zeigen Lösungen auf.

Stadtplanung bezeichnet somit die Aufgabe, den jeweils aktuellen als auch zukünftigen Anforderungen der Bürger an eine Stadt in baulicher, gestalterischer und entwicklungsbezogener Hinsicht gerecht zu werden.

Bevor Baugebiete erschlossen, Plätze, Gebiete und Räume einer Stadt für neue Zwecke und Ziele genutzt werden können, müssen Ideen entwickelt und Pläne erstellt werden. Räumliche Planung ist die Aufgabe der Stadtplanung. Zur Umsetzung dieser Aufgabe bedient man sich unterschiedlicher Planverfahren. So liegt zum Beispiel die Entscheidung darüber, wann ein Bauleitplan aufgestellt, ergänzt, geändert oder aufgehoben wird, ausschließlich im Ermessen der Stadt. Da die Meinungen darüber, "wo" und vor allem "wie" Veränderungen im Stadtbild oder der Bodennutzung erfolgen sollen, auf teilweise sehr gegensätzlichen (zum Beispiel wirtschaftlichen, politischen und/oder gesellschaftlichen) Interessen beruhen, steht die Stadtplanung im Spannungsfeld dieser gegensätzlichen Ansprüche.

Zur Lösung dieses Konfliktes ist es daher für die Stadtplanung notwendig, die unterschiedlichen Meinungen und Bedürfnisse innerhalb der Gemeinschaft gegeneinander und untereinander gerecht abzuwägen (§ 1 (7) Baugesetzbuch). Dazu werden zunächst alle relevanten Bürgerinteressen zu einem Sachverhalt (beziehungsweise einer Planung) eingeholt. In einem nächsten Schritt werden dann die möglichen Auswirkungen der verschiedenen Alternativen/Vorschläge auf die Stadtentwicklung analysiert. Auf dieser Grundlage wird in einem abschließenden Entscheidungsprozess, der Abwägung, die für die Stadtgemeinschaft "beste" Lösung entwickelt.

Zur Entscheidungsfindung dienen einerseits die auf den unterschiedlichen politischen Ebenen vorgegebenen Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, Satzungen, Erlasse, Empfehlungen, usw. Andererseits müssen aber auch die jeweils bestehenden Verhältnisse und Rahmenbedingungen (wie zum Beispiel bauliche, historische, klimatische, ökologische, topografische, technische usw. Gegebenheiten) in der Planung berücksichtigt werden.

Während die Bundes- und Landesgesetze den rechtlichen Rahmen vorgeben, ist die wichtigste inhaltliche Richtschnur der Flächennutzungsplan einer Gemeinde. Diesen hat sie selbst aufgestellt und als Maßgabe für die zukünftigen Entwicklung beschlossen. Ähnliches gilt für den Bebauungsplan, nur dass er nicht nur die Verwaltung und den Rat einer Stadt bindet, sondern auch jeden Bürger.

Stadt Bückeburg

  • Marktplatz 2 - 4
  • 31675 Bückeburg
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